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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in etwas mehr als drei Monaten dürfen Sie den Stadtrat und den Bürgermeister wählen. Auf der vorherigen Seite habe ich einen kleinen Blick zurück auf fast 18 Jahre als Bürgermeister unserer schönen Stadt geworfen. In die Zukunft einer Stadt segelt man jedoch nicht mit dem Blick in den Rückspiegel der Zeit, sondern mit frischen Ideen und klarem Kurs voraus.

Aus diesem Grunde möchte ich nun einen Ausblick auf die kommenden Jahre wagen, wenngleich wir alle in den vergangenen Corona-Wochen gelernt haben, dass uns die Zukunft mitunter in unbekanntes und gefährliches Gewässer führt. Umso wichtiger ist es deshalb, einen Kapitän auf der Kommandobrücke zu haben, der mit Souveränität, Kompetenz und Herzblut in der Lage ist, auch schwierige Stromschnellen zu meistern.

Nachfolgend möchte ich einige wichtige Wegpunkte unserer gemeinsamen Reise in die Zukunft beleuchten.

 

Stadtentwicklung

Noch in diesem Jahr wird das ehemalige Volksbank-Gebäude abgerissen. Mit neuen frei finanzierten und sozialen Wohnungen schaffen wir bezahlbaren Wohnraum für alle. Die Planungen für die Neugestaltung des Umfeldes der St. Jakobuskirche laufen auf Hochtouren und die Verschönerung des Neumarktes in Westkirchen steht auf der Agenda. Im Bereich der Pestalozzi-Schule stehe ich mit einem verlässlichen Partner in Gesprächen, um hier städtebaulich etwas Schönes und Nachhaltiges zu schaffen. Mit neuen Baugebieten in den Ortsteilen werden wir auch dort die Zukunft gestalten und den Menschen die Möglichkeit bieten, ihren Traum vom ´Häuschen im Grünen´ zu verwirklichen. Ergänzt werden soll dies auch, aber nicht nur in Ostenfelde, mit neuen Strukturen des altersgerechten Wohnens mit Pflege- und Betreuungsangeboten. Ob Enniger, Ostenfelde oder Westkirchen: Wir sind fit für die Zukunft

 

Schule, Bildung und Betreuung

Mit viel politischem und finanziellen Aufwand haben wir Ennigerloh zu einem zukunftsfähigen Schul- und Bildungsstandort entwickelt: Die Haupt- und die Realschule wurden auslaufend gestellt, aufgelöst und an ihrer Stelle trat die "Interkommunale Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum", die es den Schülerinnen und Schülern erstmals in der Geschichte der Stadt Ennigerloh ermöglichte alle (!) Bildungsabschlüsse vor Ort zu erwerben. Der Widerstand im CDU-Lager war von Beginn an groß und vermutlich getragen vom ideologisch geprägten Widerstand gegen das System der Gesamtschule. Noch heute scheint die CDU mit dieser Schulform ihren Frieden nicht gemacht zu haben. Wir sind unseren Weg mit einer breiten Mehrheit der im Rat vertretenen Fraktionen gegangen, haben viele Hürden überwunden und werden bald die ersten Schülerinnen und Schüler mit der Hochschulreife "entlassen". Dabei stellen sich alle im System tätigen Personen und Organisationen der Herausforderungen der digitalen Zukunft. Noch vor wenigen Wochen wurden die Weichen für eine neue Online-Plattform für digitales Lernen gestellt und der Schulträger schafft die hierfür erforderlichen finanziellen Rahmenbedingungen. Schule - Politik - Verwaltung - Bürgermeister bilden hier ein stabiles Rechteck für ein erfolgreiches Lernen.

Das System unserer Gesamtschule gründet auf den stabilen Säulen einer erfolgreichen Bildungs- und Betreuungsarbeit in den Grundschulen. Dort wird das Fundament für das Bewusstsein des "lebenslangen Lernens" gelegt. Auf unsere Grundschulen in Ennigerloh und allen Ortsteilen können wir ebenso stolz sein, wie auf die Bildungsarbeit der Gesamtschule

Herangeführt an unser erfolgreiches Bildungssystem in Ennigerloh werden die Kleinsten der Kleinen in den vielen Kindertagesstätten unserer Stadt, die mit ihren vielen Erzieherinnen und Erziehern eine tolle Betreuung leisten.

 

Klimawandel und Mobilität

Ich möchte als Bürgermeister im Konsens mit der Bürgerschaft den Herausforderungen des Klimawandels begegnen. Mit SPD und GAL weiß ich eine starke politische Unterstützung an meiner Seite. So werden wir das Thema „Mobilität“ neu denken müssen. Ich arbeite deshalb schon heute an einem Konzept der deutlichen Verbesserung des innerstädtischen öffentlichen Nahverkehrs. Der Klimaschutz muss bei der Gestaltung von Baugebieten zudem eine stärkere Beachtung finden.

 

Finanzen

Nach vielen Jahren unausgeglichener Haushalte haben wir 2018 einen Überschuss von rund 744.000 Euro erwirtschaftet. In den Jahren 2019 und 2020 konnten Haushalte mit Überschüssen von 308.000 bzw. 139.000 Euro beschlossen werden. Dies lag auch an finanzpolitisch klugen Entscheidungen, so z.B. an dem von der Kämmerin und mir 2015 entwickelten ´Freiwilligen Haushaltssicherungskonzept´. Ob diese Erfolgsgeschichte trotz Corona fortgeschrieben werden kann, ist derzeit jedoch kaum zu prognostizieren. Finanzpolitischer Sachverstand wird in den kommenden Jahren deshalb noch unverzichtbarer sein, um Ennigerloh auf Kurs zu halten. Insoweit möchte ich meine jahrelangen Erfahrungen an verantwortlicher Stelle im Finanzmanagement verschiedener Städte gerne weiter zum Wohle der Stadt einbringen, um den eingeschlagenen Konsolidierungsweg weiter erfolgreich zu beschreiten.

Sport, Freizeit und Kultur

Ennigerloh ist als Stadt der Freizeit und des Sportes gut aufgestellt: Kunstrasenplätze in allen Ortsteilen und jeder große Verein verfügt über ein schönes Vereinsheim, so auch in naher Zukunft der TV Ennigerloh. Ich bin zudem stolz darauf, gemeinsam mit vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern das Projekt ´Naturfreibad´ (politisch korrekt: ´Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung´) trotz mancher politischer Nebelkerze realisiert zu haben. Für die Kleinsten unter uns möchte ich die Infrastruktur im Bereich der Spielplätze weiter ausbauen und für die Jugend ergänzende Attraktionen, wie z.B. ein Bike-Park im Stavernbusch, schaffen. Die tolle Arbeit des Kulturvereins Alte Brennerei Schwake ist überregional anerkannt. Ich möchte als Bürgermeister und Mitglied im Vorstand des Vereins meinen Beitrag leisten, damit dies erhalten bleibt.

Spezialthema "Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung / Naturfreibad Ennigerloh":

Das Thema "Freibad" hat sowohl Politik als auch Bürgerschaft in den letzten rund 20 Jahren sehr bewegt. Als ich im März 2002 im Rahmen meines damaligen Wahlkampfes erstmals in die jüngere Geschichte Ennigerlohs eintauchen durfte, war das Freibad schon in aller Munde: Es sollte ein neues Bad her oder das vorhandene sollte mit einer Traglufthalle überspannt werden, Kosten von rund 20,0 Mio. DM - ein Gutachten wies den Weg. Hiervon hat man dann politisch jedoch Abstand genommen und ist in den Folgejahren in weiten Teilen meiner Strategie gefolgt, das Bad nach und nach zunächst im Bereich der Technik und danach optisch zu ertüchtigen. Die Folge daraus war ein weitgehend störungsfreier Betrieb bis Ende 2014.

Zu dieser Zeit gab es dann einen Antrag der ´fwg Ennigerloh´, sowohl Frei- als auch Hallenbad aus wirtschaftlichen Erwägungen sofort zu schließen. Der Aufschrei in der Bevölkerung ließ nicht lange auf sich warten, so dass in kurzer Zeit rund 6.500 Unterschriften zum Erhalt des Freibades gesammelt waren. Dem Förderverein der Ennigerloher Bäder sei Dank.

Ich habe sodann mit einem kleinen aber sehr feinen ehrenamtlich arbeitenden Stab ausgewählter Fachleute aus den verschiedenen Fachbereichen (Wirtschaft, Technik, Management, etc.) ein Konzept zum Betrieb eines in Trägerschaft des DRK-Ennigerloh zu betreibenden Freibades entwickelt. Dieses Konzept wurde vom DRK-Landesverband unterstützt und war insoweit schlüssig und tragfähig. Das jährliche Einsparvolumen belief sich auf eine deutlich fünfstellige Summe und das DRK hätte das Bad für fünf Jahre betrieben, um hier Zeit zu finden, eine gute und durchdachte politische Entscheidung nicht ´über´s Knie brechen zu müssen´.

Viele Ennigerloherinnen und Ennigerloher waren erstaunt, als fwg und CDU dieses von Ehrenamtlern erarbeitete Konzept abgelehnt haben.

Hinter den Kulissen haben wir dann die Reihen neu geordnet und ich habe mich als polarisierender Faktor für fwg und CDU aus der ersten Reihe zurück gezogen. Die Idee des ´Naturfreibades´ wurde entwickelt, vorangedacht und fand schlussendlich positive Wahrnehmung im Stadtrat. Auch bei der fwg und der CDU, beide anfänglich sehr skeptisch.

Heute, Anfang Juni, stehen wir vor der Inbetriebnahme und alle freuen sich.

Merke: Auch hier wird der Erfolg viele Väter haben ... und zur Vaterschaft bekennen sich auch die, die mit diesem ´ungeliebten Kind´ am Anfang nicht viel zu tun haben wollten.

Wirtschaftsförderung

Ob Industrie, Mittelstand oder Handwerk: Es läuft gut in Ennigerloh. Ich werde auch in Zukunft ein verlässlicher und lösungsorientierter Partner aller Unternehmen in unserer Stadt sein. Mein großes Netzwerk vermag dabei so manche verschlossene Tür zu öffnen.

 

Straßenbau

Ein zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort verlangt moderne Verkehrsadern. Trotz des Spannungsfeldes von Ökonomie und Ökologie haben wir den Weg deshalb für den Ostring frei gemacht. Unser Wirtschaftswegenetz bedarf einer durchdachten Sanierungskonzeption. Hier werden wir kurzfristig neues Terrain beschreiten, zum Beispiel durch eine Verbreiterung der Wege, um einer Zerstörung der Banketten entgegen zu wirken.

Retten, Löschen, Bergen, Schützen

Unsere Feuerwehrkameradinnen und –kameraden sorgen dafür, dass wir nachts ruhig schlafen können. Die Ausstattung der Wehr mit Personal, Technik und Material ist uns allen sehr wichtig. Als Chef der Feuerwehr pflege ich ausgezeichnete Kontakte in alle Löschzüge und zur Wehrführung, um somit auch zukünftig für gute Strukturen im Interesse unserer Sicherheit zu sorgen.

 

Sicherheit und Ordnung

Die Polizeistatistik hat vor wenigen Tagen bestätigt: Ennigerloh ist eine sichere Stadt. Der von mir vor vielen Jahren ins Leben gerufene ´SOS-Dienst´ des Ordnungsamtes, bei dem Mitarbeiter*innen der Stadt in den Abend- und Nachtstunden zu Kontrollfahrten unterwegs sind, hat auch in den Augen der Polizei einen großen Anteil am Erfolg. Dieser Ordnungsdienst muss deshalb fortgeführt, vielleicht sogar ausgebaut werden.

Integration und internationale Partnerschaft

Ennigerloh ist eine gastfreundliche und weltoffene Stadt. Das soll auch in Zukunft so bleiben, weshalb ich es nicht zulassen werde, dass rechtspopulistische Strömungen dieses positive Image kaputt machen.

Inklusion

Aufgrund meiner eigenen Vita sind mir die Belange behinderter Menschen außerordentlich wichtig. Deshalb nehmen wir sie in die Mitte der Gesellschaft und sorgen dafür, dass niemand ausgegrenzt wird.

 

Liebe Ennigerloherinnen und Ennigerloher, ich bin Bürgermeister aus Überzeugung und ein Bürgermeister „für alle“. Ich werde auch in Zukunft Brücken bauen und keine Gräben aufwerfen. Ich wäre stolz darauf, auch in den nächsten Jahren meine Erfahrung, meine Verlässlichkeit und meine Kompetenz einbringen zu können, um die Zukunft unserer schönen Stadt mit Ihnen zu gestalten.

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