Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

_____________________________________

2020 war wegen Corona nicht so, wie geplant: Auch schön, aber nicht der Kick, den wir uns erhofft haben. Also sollte 2021 wieder etwas mehr Abenteuer sein, etwas weiter weg und nach Möglichkeit abseits bereits ausgetretener Pfade auf gut durchstrukturierten und optimierten Campingplätzen in Deutschland. Was bietet sich also für unsere erste große Tour mit dem Wohnmobil besseres an als Rumänien?! Wir kennen das Land aus ungezählten Besuchen, ich spreche die Sprache ein wenig und Rumänien ist immer für Überraschungen gut.

Es sollte also eine Rundreise werden, nach Möglichkeit mit einigen Warmbadetagen am Schwarzen Meer. Die grobe Routenplanung war im Frühsommer abgeschlossen und - welch ein ungewohntes Gefühl - ich brauchte nicht mal ein Hotel buchen, denn selbiges haben wir in Form unseres WoMo stets mit dabei ;-)

Angesichts beruflicher Notwendigkeiten war es Denise leider nicht vergönnt, vom ersten Kilometer an mit dabei zu sein: Sie musste nachreisen, was angesichts der Flughafennähe zu Dortmund und der perfekt gelegenen Destination Sibiu kein Problem darstellen sollte.

Ich bin dann Ende Juli an einem Freitagabend gegen 18:00 Uhr in Ennigerloh gestartet in Richtung Südosten: 1.800 Kilometer alleine im Wohnmobil lagen vor mir, was mir schon ein wenig Respekt abgenötigt hat. Fest vorgenommen habe ich mir regelmäßige Pausen und größere Rasten, wenn die Fahrtüchtigkeit nachlassen sollte. Von Freitagabend bis Dienstagabend (Ankunft Denise in Sibiu) sollten 1.800 Kilometer machbar sein.

Meine erste Etappe endete dann kurz hinter Nürnberg, wo ich die Nacht auf einem Wohnmobilstellplatz in Autobahnnähe verbracht habe: Schlecht geschlafen weil (a) das Wohnmobil schräg stand und ich keine Lust hatte, Auffahrkeile unter die Räder zu schieben und ich (b) ohnehin voller Adrenalin uns Aufregung war, was die nächsten Tage noch so bringen sollten.

Am zweiten Tag war Österreich schnell durchquert und - abgesehen von einem großen Stau um Budapest herum - gegen Abend war ich dann in Szeged auf einem bewachten Wohnmobilstellplatz im Nirgendwo, allerdings in unmittelbarer Nähe zu einem Hotel. Eigentlich war es mehr ein Hotelparkplatz, was mir aber egal war: Anhalten, Motor aus, Rollos zugezogen, Bierdose auf und die Beine hoch ... so ließ es sich ganz gut aushalten.

Sehr auffällig und ein wenig befremdlich war die Tatsache, dass weder beim Grenzübertritt nach Österreich noch nach Ungarn Kontrollen zum Corona-Status durchgeführt wurden. Dies insbesondere an der österreichischen Grenze, zumal die Einreise nur mit Impfnachweis und (!) Negativtest möglich sein sollte. Kontrolliert wurde nix ...

Genauso war´s dann auch an der ungarischen Grenze, was mich allerdings nicht sonderlich verwunderte, denn die ungarische Regierung sieht die Pandemie mit anderen, nämlich mit Viktor-Orban-Augen.

Der dritte Tag, mittlerweile war es Sonntag, stand dann unter der finalen An- und Einreise nach Rumänien. Nach wenigen hundert problemlosen Kilometern auf der gut ausgebauten ungarischen Autobahn "checkte" ich dann in Rumänien ein: Auch hier kein Wimpernzucken hinsichtlich Impfung oder Testung ... es interessierte an der Grenze niemanden. Alles verlief absolut reibungslos. Wartezeit am Grenzübergang: Rund 30 Minuten.

Von Arad ging es dann über teilweise kleinere Nebenstrecken nach Deva und von dort nach Michelsberg (Cisnadioara). Der dortige Campingplatz im Schatten der wunderschönen Klosteranlage hat mich begeistert: Sehr naturbelassen, viel Grün, viele Bäume und Sträucher und eine sehr saubere Toilettenanlage. Der Betreiber hat mir dann die Chemietoilette aus der Hand genommen und eigenhändig in einem Nebengebäude entsorgt. Entweder war er super nett - oder ich durfte die Entsorgungseinrichtung nicht zu Gesicht bekommen. Ich habe mich für "super nett" entschieden, was sich im weiteren Verlauf meines Aufenthaltes bestätigt hat. Bemerkenswert war für mich die Anzahl deutscher Wohnmobile auf diesem Platz - hätte ich in diesem Land nicht unbedingt erwartet. Im weiteren Verlauf unserer Reise sollte sich die deutsche Zulassungsdichte an Wohmobilen jedoch drastisch reduzieren ...

 

Fortsetzung und Überarbeitung des Layout folgt ...

 

 

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?